Lernen, das verbindet.
Unsere Schule steht für eine einzigartige Lernkultur, die auf demokratischen Werten, Kreativität und Selbstbestimmung basiert. Auf dieser Seite können Sie mehr über unsere Geschichte, unser pädagogisches Konzept und den Schulalltag erfahren – und entdecken, was uns als Schule so besonders macht.
1979
gegründet
Die SCHÜLERINNENSCHULE wurde 1979 gegründet und ist seit 1982 im WUK beheimatet. Neben der Freien Schule Hofmühlgasse und dem Schulkollektiv ist sie eine der ältesten demokratischen Alternativschulen Österreichs. Trotz oder vielmehr auch wegen ihrer besonderen Stellung in der Schullandschaft ist die SCHÜLERINNENSCHULE zu einem Vorbild für viele öffentliche und private Schulprojekte geworden.
Der Verein „Gemeinsam Lernen“ ist der Träger der SCHÜLER*INNENSCHULE. Er ist ein gemeinnütziger Verein, Mitglied in den Netzwerken „Bundesdachverband für selbstbestimmtes Lernen“, „Wiener Dachverband der freien Schulen“ und Teil des WUK (Werkstätten- und Kulturhaus). Die WUK-Mitgliedschaft im Verein ist Voraussetzung für die Aufnahme in die Schule.
Die SCHÜLER*INNENSCHULE versteht sich als Gesamtschule mit Öffentlichkeitsrecht von der 5. bis zur 9. Schulstufe.
- Der Unterricht basiert auf dem Glocksee-Lehrplan, dessen vorrangiges Ziel die Entwicklung der sozialen, kreativen und selbstbewussten Persönlichkeit ist.
- Eigene Erfahrungen sollen in den Lernprozess integriert und gesellschaftliche Entwicklungen reflektiert werden.
- Die Art und Weise der Umsetzung sehen wir als Inbegriff von gelebter Basisdemokratie. Beheimatet ist die SCHÜLER*INNENSCHULE im WUK, welches ursprünglich ein Fabriksgebäude war, später eine HTL, und seit 1981 eines der größten autonomen Kulturzentren Europas ist.
Der Standort des WUK ist in der Währinger Straße 59, verkehrstechnisch gut erreichbar mit der U6 oder den Straßenbahnlinien 5, 33, 38, 39, 40, 41 und 42.
Die Schule bietet ca. 70 Kindern über 500 m² Raum, einen barrierefreien Zugang und zudem einen ruhigen Innenhof.
schul-
organisation
Unsere Schule ist selbstverwaltet, das bedeutet, dass Elternarbeit und Schüler*innenmitbestimmung integrale Bestandteile unseres Selbstverständnisses und gelebte Praxis sind. Wir alle sind gleichermaßen an den Entwicklungsprozessen der Schule basisdemokratisch beteiligt.
Die Gesamtzahl der Schülerinnen in der SCHÜLERINNENSCHULE beträgt ca. 70. Mindestens 3 bis 4 Lehrerinnen sind jeweils anwesend und setzen Angebote, aus denen die Schülerinnen ihren Stundenplan zusammenstellen. Zwar sind die Unterrichtsangebote in einigen Fächern auf unterschiedliche Niveaus abgestimmt, es gibt aber keine Jahrgangsklassen. Die Schüler*innen nehmen entsprechend ihren Interessen und Potentialen an den Angeboten teil. Statt der Jahrgangsklassen gibt es Stammgruppen, die jeweils um 9 Uhr den Tag mit einer Besprechung über Organisatorisches, Konflikte und Befindlichkeiten beginnen.
Wir sind eine Ganztagesschule: Unterrichtsbeginn ist um 9 Uhr, Unterrichtsende um 16 Uhr, und Schulende um 17 Uhr. Das Schulgeld beträgt € 505,- pro Monat (12 Mal im Jahr). Kosten für Vormittagsjause, Mittagessen, Ausflüge, Exkursionen und Materialien sind im Schulgeld inbegriffen. Kosten für Kennenlerntage, Mädchen-/Burschentage (beide obligatorisch) und andere freiwillige Reisen fallen zusätzlich an. Zusätzlich zu den finanziellen Beiträgen leisten die Eltern Elternarbeitsstunden im Ausmaß von 10 Stunden pro Monat.
der
schulalltag
Tagesablauf
Schulbeginn in der SCHÜLER*INNENSCHULE ist um 9 Uhr. In sogenannten „Stammgruppen“ wird der Schultag gemütlich mit einer Besprechung begonnen.
Bis zum Mittagessen um 13:30 Uhr gibt es 3 bis 4 Lerneinheiten, die von den Schüler*innen nach eigenen Bedürfnissen und Interessen belegt werden, wobei einige Fächer obligatorisch sind. Nach dem Mittagessen gibt es eine weitere, längere Lerneinheit bis 16 Uhr sowie eine freiwillige Freiarbeitsstunde. Schulende ist um 17 Uhr.
Bei der Erstellung des individuellen Stundenplans werden die Jugendlichen von den Lehrer*innen beraten und unterstützt. Dadurch soll eine ausreichende Abdeckung aller Fachbereiche gewährleistet werden. Während des Schuljahres gibt es in der Regel mehrere Blockprojekte, während derer der Stundenplan außer Kraft gesetzt und durch einen eigenen Projektplan ersetzt wird. In diese Zeit fallen auch die zahlreichen Reisen und Praktika (In- und Ausland).
Wochenablauf
Der Stundenplan wird von den Lehrer*innen auf Basis des Glocksee- und Differenzlehrplans geplant. Rahmenbedingungen der Planung sind:
- Es finden parallel 4 unterschiedliche Angebote statt.
- Unterricht ist von 9 bis 16 Uhr in ca. 4 Einheiten.
- Der Freitag wird vornehmlich für Projekte und Exkursionen genutzt.
Der von den Lehrerinnen erarbeitete Stundenplanvorschlag wird mit den Schülerinnen im Rahmen des Schulplenums und gegebenenfalls auch in den Stammgruppen besprochen. Die dabei beschlossenen Veränderungen werden in den endgültigen Stundenplan eingearbeitet.
Jahresplanung
Ergänzend zum Wochenplan werden Ideen für Reisen, Exkursionen und Schwerpunktprojekte in einer Klausur gemeinsam mit den Schülerinnen gesammelt und nach dem Interesse der Schülerinnen gereiht. Anschließend wird in Arbeitsteams eine erste Konkretisierung vorgenommen, und es werden Verantwortliche aus den Reihen der Schülerinnen gesucht. Diese arbeiten gemeinsam mit den Lehrerinnen an der weiteren Ausarbeitung, Planung und Umsetzung der Projekte.
Diese Projekte werden entweder im Rahmen des geplanten Projekttags am Freitag, als zusätzliche Einzelprojekte und Blockprojekte oder in besonderen Fällen auch als schulübergreifende Angebote durchgeführt.
5-Jahres-Konzept
Das Konzept der Schülerinnenschule ist auf 5 Jahre aufgebaut. In dieser Zeitspanne erarbeiten sich die Schülerinnen den Stoff aus dem Lehrplan, eignen sich reichlich Wissen zu demokratiepolitischen Fragen an und können ihren kreativen Interessen nachgehen. Ein Schulabschluss nach 4 Jahren ist im Ausnahmefall auch möglich.
leitideen
Wir leben Demokratie
Alle Kinder partizipieren gleichberechtigt in allen Schulangelegenheiten – Schulregeln, Projekte, Reisen, Unterricht, Aufnahme von neuen Schülerinnen und Lehrerinnen. Ein- bis zweimal in der Woche trifft sich das Schulplenum, um alle schulischen Angelegenheiten zu besprechen. Darüber hinaus tagt einmal wöchentlich das Schüler*innenparlament (Plenum).
Wir haben eine politische Position
Seit ihrem Bestehen mischt sich die Schule ins gesellschaftspolitische Geschehen ein. Zu unseren laufenden politischen Projekten zählen, neben dem Genderprojekt, der Unterricht in politischer Bildung sowie zahlreiche Projekte, die sich mit gesellschaftsrelevanten Themen auseinandersetzen.
Wir gehen aber auch hinaus auf die Straße und bekunden unsere Solidarität mit Schwächeren bei Demonstrationen und Kundgebungen. Wir haben gegen den Irak-Krieg demonstriert, wir haben auf dem Zentralfriedhof jüdische Gräber von Efeu befreit, wir sind mit unseren Sesseln zur Bleiberechtsdemo marschiert – und wir werden auch in Zukunft Stellung beziehen.
Pädagogisches Konzept
Lernen muss …
- angstfrei sein, deswegen keine Noten,
- ganzheitlich sein, d.h. mit allen Sinnen und Möglichkeiten des Erfahrbaren stattfinden,
- fächerübergreifend stattfinden, um komplexe Zusammenhänge besser begreifen zu können,
- subjekt- und bedürfnisorientiert sein,
- emotionales, soziales, handwerkliches und intellektuelles Handeln gleichermaßen betreffen,
- vernetzt stattfinden, mit anderen Schulen und Gruppen, lebens- und berufsorientiert sein.
Das Ziel unserer Arbeit ist der selbständige, kritisch denkende, mündige Mensch. Unsere Schule will nicht in erster Linie auf die AHS vorbereiten, sondern soll, als Gegenmodell zum Regelschulsystem, den Kindern ermöglichen, sich individuell und bestmöglich ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen gemäß zu entwickeln.
Das bedeutet: Viele Kinder werden AHS-Reife erreichen, so sie dies wollen. Es kann jedoch nicht Aufgabe des Lehrer*innen-Teams sein, alle Kinder – unabhängig von dem, was diese Kinder selbst für ihr Leben wollen – auf den gleichen Stand zu bringen.
Der Weg
Wissen ist Macht, freies Lernen ist mächtiger. Daher lernen wir in unserer Schule prozessorientiert. Die Leistung fußt nicht auf Noten, sondern auf Kompetenzen, die sich aus dem demokratischen Zusammenleben entwickeln.
Die Stärken
Selbstbewusstsein, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung im gemeinsamen Leben von Demokratie: Die Kinder lernen, auch wenn sie frei entscheiden können. Die Lehrer*innen begleiten und beraten sie, unterstützen sie bei ihrem eigenen Weg und fördern sie über die Grenzen des Schulwissens hinaus.
Wie soll das funktionieren?
Die Kinder bestimmen in allmorgendlichen Kleingruppen, die jeweils von einer Lehrerin oder einem Lehrer betreut werden, wie sie ihren Schultag gestalten. Den Tagesablauf reflektieren sie im Anschluss gemeinsam.
Neben den verbindlichen Einheiten (Deutsch, Mathematik, Englisch, Genderprojekt) wählen die Kinder nach ihren Interessen selbstständig aus den angebotenen Projekten und Themen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, individuell in einer Kleingruppe gefördert zu werden. Die persönlichen Lernziele werden gemeinsam mit den Lehrer*innen definiert.
In regelmäßigen Teamtreffen reflektieren die Lehrer*innen den Schulalltag sowie die Situation der einzelnen Jugendlichen.
Kleine Gruppen
- Gleichrangigkeit der Förderung sozialer, kognitiver, handwerklicher und kreativer Fähigkeiten
- Keine Aufteilung in Fächer, sondern Projektunterricht
- Keine Noten, keine Prüfungen, kein Wiederholen einer Schulstufe
- Mitarbeit der Eltern
unterrichts-
konzept
Das Unterrichtskonzept
Das Unterrichtskonzept unterscheidet sich in vielen Punkten von dem einer Regelschule: Nicht nur, dass das Konzept der Schüler*innenschule auf fünf Jahre ausgelegt ist, es gibt grundsätzlich keine Unterteilung in Jahrgangsklassen und kein Notenzeugnis wie in der Pflichtschule.
Mehrere Monate im Jahr wird statt der klassischen Unterrichtsfächer ein interdisziplinärer Projektunterricht durchgeführt. Der Lernprozess wird dabei von Lehrerinnen und Schülerinnen gemeinsam getragen.
Tagesstruktur und Selbstbestimmung
Zu Beginn des Schultages wird in den Stammgruppen – stabilen Bezugsgruppen von Schülerinnen, die von zwei Lehrerinnen betreut werden – der Tagesablauf geplant. Die Auswahl der Unterrichtsfächer und die Lernziele werden in der Gruppe festgelegt.
In den Stammgruppen und besonders auch im wöchentlichen Plenum wird großer Wert auf Selbstbestimmung und Selbstverantwortung gelegt. Demokratie ist nicht nur ein Unterrichtsfach, sondern wird aktiv gelebt. In den Plenarveranstaltungen wird daher nicht nur die Organisation des Schulalltags besprochen, sondern auch die des Unterrichts selbst.
Die Rolle der Lehrer*innen
Die Hauptaufgabe der Lehrerinnen ist es, die Schülerinnen in den Prozessen zu begleiten, zu beraten und zu unterstützen. Im Rahmen vereinbarter Grenzen können die Schüler*innen frei entscheiden, was sie lernen wollen.
Da das Lernen ohne Druck stattfinden soll, gibt es keine Prüfungen. Stattdessen verfassen die Schülerinnen eine schriftliche Selbstreflexion über ihre Aktivitäten im vergangenen Schuljahr und erhalten eine detaillierte verbale Beurteilung durch alle Lehrerinnen.
Abschluss und Erfolgskontrolle
Zum Abschluss der Pflichtschule gibt es ein Zeugnis ohne Noten, aber mit einer verbalen Beurteilung in den Unterrichtsfächern der Regelschule. Dieses Zeugnis soll den reibungslosen Übertritt ermöglichen. Zusätzlich erhalten die Schüler*innen ein Diplom, für das sie eine anspruchsvolle Arbeit aus einem der Teilgebiete des Lehrplans verfassen müssen.
Erfolgskontrolle wird in der SCHÜLERINNENSCHULE in erster Linie als Selbstkontrolle verstanden, unterstützt von den Lehrerinnen. Für Schüler*innen, die aus der Regelschule kommen, kann die Umstellung auf so viel Selbstverantwortung manchmal herausfordernd sein.
Aufgabe der Schule
Die vorrangige Aufgabe der Schule ist es, die Individualität der Kinder kennenzulernen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu kritikfähigen, leistungs- und genussfähigen, selbstbewussten, emanzipierten, solidarischen und politisch verantwortlichen Menschen zu entwickeln.
Dabei sollen neue Formen des Lebens und Lernens entwickelt werden. Die Kinder dürfen gemeinsam autonom und demokratisch über alle organisatorischen wie inhaltlichen Belange entscheiden.
Mitgestaltung durch die Kinder
Die Kinder entscheiden mit, welche neuen Kinder und Lehrerinnen in die Schule aufgenommen werden. Ebenso legen sie gemeinsam die Regeln fest, die in ihrer Schule gelten. Am Schulbeginn beschließen die Kinder zusammen mit den Lehrerinnen die Lehrinhalte und planen gemeinsam Reisen, die in Alternativschulen besonders zahlreich sind.
Dabei übernehmen die Kinder keine bloße Statistenrolle: Es gibt Reisen, die vollständig von den Kindern organisiert werden – von der Buchung der Flüge bis zur Reservierung der Quartiere.
Rechte, Pflichten und Konsensprinzip
Wichtig ist, dass alle Beteiligten ihre Rechte und Pflichten kennen. Alle Entscheidungen, die die Schule betreffen, basieren auf dem Konsensprinzip.
Pädagogische
Leitlinien
Der Glocksee-Lehrplan
Die Bewilligung eines Lehrplans für eine Alternativschule ist ein langwieriger Prozess. Deshalb hat die SCHÜLER*INNENSCHULE bei Beantragung des Öffentlichkeitsrechts auf einen bereits anerkannten Alternativlehrplan, den Glocksee-Lehrplan (benannt nach einer Schule in Hannover), zurückgegriffen. Seine relativ offen gehaltenen Formulierungen bieten viel Raum für eine individuelle Ausgestaltung durch unsere Schule.
Auszug aus dem Glocksee-Lehrplan
Der Lehrplan besteht aus vier Fächerbereichen, denen unterschiedliche Erkenntnisinteressen und Zugangsmethoden zugrunde liegen. Die Angebotsthemen werden von Lehrerinnen der jeweiligen Lerngruppe inhaltlich erarbeitet und didaktisch geplant. Die daraus resultierenden Angebotsentwürfe entwickeln keine Verhaltensziele für die Schülerinnen, sondern Verfahrensvorschläge für die Lehrer*innen.
Fächerbereich Gesellschaft
Die Lernprozesse in diesem Bereich haben eine doppelte Dimension: Erstens geht es um die Erkenntnis "über die Welt" (analytische Dimension) und gleichzeitig um die Reflexion einer "guten Welt" (kritisch-normative Dimension). Zielsetzung dieses Fächerbereichs ist die Entwicklung soziologischer Phantasie. Damit ist sowohl die Fähigkeit gemeint, scheinbar isolierte Phänomene in ihrem sozialen Entstehungs- und Bedingungszusammenhang zu erfassen, als auch die Fähigkeit, eigene Erfahrungen in das Lernen an gesellschaftlichen Problemen mit einzubeziehen und hier fruchtbar zu machen.
Fächerbereich Sprache
Gegenstand dieses Fächerbereichs ist Sprache und Sprachliches im weitesten Sinn. Die Bindung an Sprache gehört zu den Grundvoraussetzungen menschlichen Daseins. Beim Sprachunterricht kann es daher nur darum gehen, einen in frühester Kindheit eingesetzten Prozess fortzusetzen und systematisch zu fördern.
Fächerbereich Ästhetik
Die subjektive Erfahrung dieses Bereichs ist komplex und widersprüchlich. Allgemein lässt sich sagen: Kinder wollen selbst etwas Sinntragendes herstellen, produzieren und gestalten. Oft ist es nur ein inhaltsleeres Interesse an technisch-handwerklicher Betätigung oder es äußert sich in dem Wunsch, bestimmte Konsumartikel herzustellen.
Fächerbereich Natur
In diesem Fächerbereich wird der materielle Aspekt der Realität erfahren (empirische Dimension), untersucht (analytische Dimension) und bearbeitet (praktische Dimension). Die Beziehung von Materie und Mensch (Kind) ist eine dialektische. Indem der Mensch auf Materie einwirkt, um sie für sich verfügbar zu machen, verändert er sie so, dass die bearbeitete Materie wiederum veränderte Erfordernisse beim Menschen bewirkt. Insgesamt zeigt sich der Glocksee-Lehrplan als ein sehr offener Lehrplan, in dem sich ein buntes Unterrichtskonzept leben lässt.
Zeugnis
Jedes Jahr erhält jedes Kind ein Glocksee-Zeugnis ohne Noten. Nur beim Übertritt in eine andere Schule gibt es eine detaillierte schriftliche Beurteilung der einzelnen Fächer. Diese Beurteilung erhält, wer regelmäßig Deutsch, Englisch und Mathematik besucht. Alle anderen Gegenstände sind im Ausmaß von zwei Jahren bzw. einem Jahr und einem Blockprojekt zu besuchen. Wer das nicht schafft, schreibt eine Fachbereichsarbeit zu einem Thema seiner Wahl (in Absprache mit einer Lehrerin) im Umfang von ca. 10 A4-Seiten.
Mitwirkung
der Eltern
Die Rolle der Elternarbeit
Die Elternarbeit ist neben dem Engagement der Lehrer*innen und Schüler*innen die dritte wesentliche Säule der Alternativpädagogik. Auch die SCHÜLER*INNENSCHULE wird wesentlich durch die Mitarbeit der Eltern getragen, was das demokratische Grundprinzip der Schule bedingt. Elternarbeit ist jedoch nicht nur wichtig für das Funktionieren der Organisation und das Instandhalten der Räumlichkeiten, sie bietet den Eltern auch die Möglichkeit, sich aktiv am Schulgeschehen zu beteiligen.
Dieser Einsatz bringt zudem den Vorteil, den Schulalltag, die Kinder und andere Eltern besser kennenzulernen, mehr Verantwortung für die Schule und deren pädagogische Inhalte zu übernehmen und diese nach außen zu vertreten. Das ist letztendlich entscheidend für die Finanzierung der Schule sowie den Status der freien Schulen in der Bildungslandschaft.
Organisation der Elternarbeit
Eltern können sich in einer der vorhandenen Arbeitsgruppen engagieren oder eigenständig Aufgaben übernehmen. Jede Arbeitsgruppe koordiniert ihren eigenen Bereich. Die Gesamtkoordination und Verwaltung der Elternstunden unterstützen die Elternarbeit.
Jede Arbeitsgruppe hat zudem einen Gruppenleiter*in, der/die die anfallenden Aufgaben innerhalb der Gruppe koordiniert. Eltern können sich bei den Vereinsabenden oder direkt bei den Gruppenleiter*innen über die Inhalte der Arbeitsgruppen informieren und sich bei Interesse einer oder mehreren Gruppen anschließen.
Das Stundenausmaß der Elternarbeit pro Monat liegt derzeit bei 10 Stunden (5 Stunden für Alleinerziehende) pro Monat wird beim ersten Elternabend des Schuljahres festgelegt. Diese Stunden können bei Bedarf im Ausnahmefall nach Absprache mit dem Vorstand auch finanziell abgegolten werden.
Die Teilnahme an den Elternabenden bzw. Vereinsabenden ist verpflichtend und zählt ebenfalls zur Elternarbeit. Andere schulinterne Veranstaltungen können nach gemeinsamem Beschluss ebenfalls als Elternarbeit angerechnet werden.
Arbeitsgruppen
- Instandhaltungsgruppe
- PR-Gruppe
- Kochgruppe
- Putzgruppe
- EDV-Gruppe
- Landebahngruppe
- Finanzgruppe
- Koordinationsgruppe: Vertretung im WUK-Kinder- und Jugendbereich, Dachverband/Netzwerk
- Unterstützung der pädagogischen Arbeit
landebahn /
aufnahme
Kontaktaufnahme
Wenn ihr Interesse an der Schule habt, kontaktiert zunächst unsere Ansprechperson für Erstgespräche:
Mag.a Magdalena Wicher
t: +43 650 3834234
E-Mail: landebahn@schuelerinnenschule.at
Magdalena Wicher beantwortet alle wichtigen Fragen rund um die Schule, spricht mit euch über eure Möglichkeiten und Bedürfnisse. Bitte füllt das Formular für den Erstkontakt hier aus.
Erstgespräch
Magdalena wird mit euch, in Abstimmung mit den Lehrer*innen, einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren. Dieses Gespräch findet mit Vertretung der Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen sowie euch und eurem Kind statt. Erstgespräche für die Aufnahme in die erste Klasse finden idealerweise im Frühjahr des Jahres VOR der Aufnahme statt – also, wenn euer Kind die 3. Klasse Volksschule besucht.
Schnuppertage
Nach erfolgtem Erstgespräch werdet ihr über die Schnupperwoche informiert, die regulär im Herbst ein Jahr vor Schulstart stattfindet. Euer Kind sollte mindestens 5 Tage bei uns schnuppern, um einen Eindruck von der Schule zu gewinnen und von den Lehrer*innen und Schüler*innen kennengelernt zu werden.
Entscheidungsprozess
Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt von unserer und eurer Seite nach der Schnupperwoche. Ihr Eltern werdet bei einem Vereinsabend aufgenommen.
Abschluss der Anmeldung
Wenn die Aufnahme von beiden Seiten entschieden ist, erhaltet ihr eine Mail von unserem Sekretariat mit allen notwendigen Formularen. Nach Retournierung des Originalformulars „Beitrittserklärung und Vertrag“ und Einzahlung der Beitrittsgebühr und der Kaution wird per Mail der Schulplatz bestätigt.